|
||
|
Wenn die normale Thermikproduktion des Tages aufzuhören beginnt, setzen andere Mechanismen ein, welche die Abend- oder Umkehrthermik produzieren.
Hierbei ist nicht von einer Erwärmung der Luft durch die Sonne, sondern eher von einer verzögerten Abkühlung bzw. von der Freisetzung von gespeicherter Wärmeenergie auszugehen.
Schattige und rasch kühlende Flächen, wie z.B sandige Böden, kühlen rasch aus und produzieren kühlere Luft, die in die Täler fliessen wird.
Dabei kann in der Mitte eines Tales eine Aufwindströmung entstehen, wie das folgende Bild aus [Kreipel/1] zeigt.
Insbesondere Wälder können gegen Abend die tagsüber gespeicherte Wärme wieder freisetzen.
Aber auch Felder mit hohem Bewuchs und Felsen haben sich als Freisetzungsgebiete von Abendthermik erwiesen.
Ebenso Wasserflächen können jetzt tragende Linien entwickeln.
Feuchte Talauen, die tagsüber zu vermeiden waren, sind jetzt zu enormen Wärmespeichern geworden.
Grosse Parkplätze und Dächer können jetzt ergiebige Thermikquellen werden.
Zwar bringt die Abendthermik i.d.R. keine grossen Steigwerte mehr, aber so zu fliegen, daß keine oder kaum Höhe verloren wird, hilft gelegentlich doch noch, "nach Hause" zu kommen.
|
||
|